Der goldene Schnitt für’s Gesicht

Der goldene Schnitt wurde 300 v.Chr. von Euklidden entdeckt, welcher der Schönheit ein bestimmtes Verhältnis zweier Zahlen oder Strecken zuschreibt. Ein Gebäude, ein Gemälde oder letztendlich auch ein Gesicht ist also besonders schön, wenn es den optimalen Verhältnissen des goldenen Schnittes von 1: 1,618 entspricht. Erst dann empfinden wir es als in sich harmonisch und daher ästhetisch. Nehmen wir zum Beispiel ein Gesicht: Natürlich gelten die herkömmlichen Schönheitsideale wie etwa eine makellose, leicht gebräunte Haut, volle Lippen, große Augen und eine kleine Nase- aber auch wie diese einzelnen Gesichtsmerkmale zueinander stehen spielen eine Rolle. Die Mundwinkel sollten beispielsweise in einer Linie mit dem Mittelpunkt der Augen liegen, die Nasenflügel sollten nicht breiter als der Abstand zwischen beiden Augen ausfallen usw.
Am Gesicht einer Frau wird der Goldene Schnitt demonstriertDr. Stephen Marquart erfand zu diesem Zweck die „Beauty Mask“, welche die optimalen Gesichtszüge einer Frau darstellt und auf jedes beliebige Foto angewandt werden kann. Nur ein kleiner Exkurs: Betrachtet man ein perfektes Gesicht von vorne und prüft es auf den Goldenen Schnitt, also das Verhältnis 1: 1,618, so fällt auf, dass das Gesicht 1,0 LE breit ist und 1,618 LE lang. Das gleiche gilt für Nase, Mund und Augen. Im Verhältnis hat der Mund eine Länge von 1,618 LE, die Nase eine Breite von 1,0 Längeneinheiten.Der Abstand zwischen beiden Augen beträgt wiederum 1,618 LE, genauso wie der Abstand beider Augenbrauen.                                   Na, überzeugt vom goldenen Schnitt?

Dieser lässt sich auch im Verhältnis von Unterarm und Hand wiedererkennen. Leonardo da Vinci’s vitruvianischer Mensch ist der Beweis für dessen Studien des goldenen Schnittes. Auch einige seiner Gemälde weisen das gleiche Seitenverhältnis auf.

Zwar sollte man vorsichtig mit der Behauptung umgehen, dass der goldene Schnitt die Schönheit alleine definiere, da schließlich auch individuelle Vorlieben, der Geruch, der Intellekt und verschiedene andere Faktoren eine große Rolle spielen, doch ist der Mensch alleine schon durch die Natur auf den goldenen Schnitt und auf Symmetrien geprägt und bevorzugt daher entsprechend harmonische Gesichter.

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