Karneval und Fasching

Die närrische Zeit hat begonnen

In manchen Regionen Deutschlands wird die Zeit Fasching genannt, in anderen Karneval, in wieder anderen Fasnet, doch egal wie Sie es nennen, der Fasching nähert sich seinem Höhepunkt. Für die richtigen Fans der fünften Jahreszeit hat diese zwar längst begonnen, ist der offizielle Startschuss des Karnevals doch am 11.11. um 11:11 Uhr, doch auch alle anderen werden in den nächsten Wochen nicht mehr am Fasching vorbeikommen, egal ob im Fernsehen, in der Eckkneipe oder im Nachtleben. Und Hand aufs Herz: Es macht doch auch Spaß, sich zu verkleiden und einen Abend lang in eine völlig andere Rolle zu schlüpfen und dies schon seit Jahrhunderten, ja, vermutlich, seit es Menschen gibt.

Warum eigentlich Verkleiden?

Maskerade im Karneval

Verkleidungen spielen seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle in praktisch allen menschlichen Kulturen. So kennen bereits Naturvölker die Sitte des Verkleidens. Für die alten Griechen waren Masken und Verkleidungen wichtige Utensilien in Religion und Theater, die Römer begannen die Sitte des Maskenballs, der oft in gewaltige Orgien ausartete. Doch auch Chinesen, Japaner und Azteken kannten Verkleidungen. Der „moderne“ Karneval nahm seinen Ausgang im Spätmittelalter im katholischen Oberitalien, zumal Venedig. Die Maskierung, das Annehmen einer anderen Rolle, riss einen Abend lang Ständegrenzen ein, stellte Bettler und Fürsten auf dieselbe Stufe, gab den Menschen die Freiheit, wenigstens zeitweise aus den engen Vorschriften von Religion und Stand auszubrechen und jemand anders zu sein. Und das ist bis heute so geblieben, das ist es, was letztendlich auch heute noch die Karnevalskostüme so reizvoll macht.

Die beliebtesten Kostüme für Damen und Herren

Bei Kindern geht es los mit Prinzessin und Cowboy, bei Erwachsenen ist es nicht mehr so einfach. Beliebt sind auf beiden Seiten Berufsbilder aus dem täglichen Leben, die Rollenklischees entsprechen, wie Arzt und Krankenschwester oder bei Männern auch gerne Uniformen, wie Polizist oder Pilot. In der Damenwelt steht auch heute noch die Prinzessin hoch im Kurs, ob mittelalterlich, verrucht im Stil der 20er Jahre mit Zigarettenspitze oder glamourös. Kein Wunder, lassen sich mit solch einem Kostüm doch perfekt die weiblichen Reize zur Geltung bringen. Beliebt sind jedoch auch Phantasiekostüme wie Teufelinnen oder Kätzchen, verschmust oder erotisch. Ein Klassiker ist die gute alte Maske, die das Gesicht ganz oder zum Teil unkenntlich macht. Egal welches Kostüm – wichtig ist es, einen Abend lang in eine ganz andere Rolle schlüpfen zu können.

Einfache Kostüme zum Selbermachen

Selbstgemachte Kostüme können sehr individuell sein und sie sind obendrein preiswert. Leggings, ein enges schwarzes Top und Schminke, dazu ein Schwanz aus Stoffresten, schon sind Sie eine Katze. Oder Jeans, ein Hut und Stiefel und fertig ist der Cowboy. Allerdings sind Sie so nicht gerade unverwechselbar. Bei extrem individuellen Kostümen wird das Selbermachen dann schon komplizierter.

Vorteile geliehener Kostüme

Alternativ leihen Sie bei einem Theaterfundus oder einem Kostümverleih etwas aus. Wollten Sie schon immer als originaler Ludwig IV. zum Fasching gehen oder als Sissi von Österreich? Dann ist das die Alternative. Nur ruinieren sollten Sie das Kostüm nicht, sonst wird es teuer…

Foto: Nico1 / www.freeimages.com

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