Tauchen und Schnorcheln

Tauchen, so sagen manche, sei die Sportart, die dem Fliegen am nächsten käme. Tatsächlich ist das schwerelose Schweben im Wasser mit nichts anderem vergleichbar. Bis ein Taucher diesen Zustand allerdings perfekt beherrscht, bedarf es viel Übung, Erfahrung auch des ein oder anderen Tauchkurses.

Schnorcheln

Wer sich der Unterwasserwelt nähern will, beginnt am besten mit der Vorstufe des Tauchens, mit dem Schnorcheln. Das ist nun vergleichsweise einfach, weil es sich weitgehend an der Oberfläche abspielt. Nötig ist dazu nur eine sogenannte ABC-Ausrüstung, bestehend aus Schnorcheln, Maske und Flossen. Der Schnorchel muss oben offen sein und darf nicht über ein Ball- oder anderes Ventil verfügen. Bei der Maske ist auf gehärtetes Glas zu achten und die Flossen sollten geschlossen und nicht zu weich sein. Und dann geht es auch schon ins Wasser. Bei ruhiger See ist es auch kein Problem, flach auf der Oberfläche zu liegen und langsam mit den Flossen zu schlagen. Tückisch ist dabei allerdings die Sonne. Deshalb empfiehlt es sich, beim Schnorcheln ein T-Shirt zu tragen. Es wäre auch sinnvoll, einmal auszuprobieren, den Schnorchel auszublasen. Wer das beherrscht, kann dann auch mal ein paar Meter abtauchen. Manche Tauchbasen und Organisationen bieten Schnorchelkurse an. Für einen späteren Tauchkurs sind diese Kurse allerdings nicht notwendig.

Taucher

Tauchen

Wer sich beim Schnorcheln für die Unterwasserwelt begeistert, wird schnell einen Tauchkurs machen wollen. Bei der Wahl der Tauchschule ist darauf zu achten, dass dort nach den Richtlinien mindestens eines der drei großen Verbände CMAS (zu dem nationale Verbände wie der VDST gehören), PADI oder SSI gelehrt wird. Bei einem anderen Verband kann es passieren, dass das durch den Tauchkurs erworbene Brevet bei anderen Tauchbasen nicht anerkannt wird.

Tauchkurse

Vor Beginn des Kurses ist noch ein Besuch beim Arzt notwendig. Der stellt nach erfolgreicher Untersuchung eine Tauchtauglichkeitsbescheinigung aus. Nicht jeder Mensch darf nämlich tauchen. Wer schweres Asthma hat, eine Herz-Kreislauferkrankung, beschädigte Lungen oder ein perforiertes Trommelfell kann am Tauchbetrieb nicht teilnehmen.
Der klassische Anfängerkurs in einem Urlaubsgebiet dauert etwa vier bis fünf Tage und besteht aus drei Flachwasser und drei Tiefwasserlektionen, sowie einem Theorieteil, der am Ende des Kurses geprüft wird. Was den meisten Anfänger zu Beginn am schwersten fällt, ist die richtige Tarierung. Entweder geht’s nach oben oder nach unten. Deshalb wird Anfängern beim Tauchkurs sehr viel Gewicht mitgegeben. Das Schöne daran ist, dass der Neutaucher seine Fortschritte schon daran ermessen kann, dass er von Tauchgang zu Tauchgang weniger Blei mitnehmen muss.

Tauchen ist ein Sport, der für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet ist und den man auch noch in hohem Alter betreiben kann. Da es beim Tauchen auf einen möglichst ökonomischen Bewegungsablauf ankommt, ist es meistens eine sehr entspannte Angelegenheit. Das kann sich bei schlechten Wetter- oder Strömungsbedingungen allerdings sehr schnell ändern. Deshalb ist auch für das Tauchen eine gewisse Grundfitness unbedingt erforderlich.

Foto: www.sxc.hu

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